Fernweh: Sapporo

Welcome to Sapporo

Als letztes Jahr Hokkaido als Reiseziel feststand, war meine Freude ziemlich, ziemlich groß. Der Norden – also Tohoku – war sowieso wieder geplant, musste aber nach dem 11.3.11 gestrichen werden, auch wenn ich trotz allem gerne hingefahren wäre (dafür dann nächtes Jahr wieder!). Hokkaido blieb aber bestehen und so war nach der Landung und dem zweitägigen Aufenthalt in Narita, Sapporo die nächste Station unserer Reise.

Karate im Kitayell Sportcenter

Auf dem Weg zum Hotel hielten wir noch am Kitayell, dem Hokkaido Prefectual Sports Center, und haben dem Treiben eines Karate-Turniers für Kinder zugeschaut. Mittlerweile habe ich einige Veranstaltungen rund um Kampfsportarten in Japan miterlebt und bin jedes Mal von den Ritualen, der Ernsthaftigkeit und dem Engagement beeindruckt.

Blick aus dem Hotelrestaurant Richtung Südwesten
Hotelrestaurant/-bar im obersten Stockwerk.
Blick über die Dächer (aus meinem Zimmer)

Der Blick aus meinem Hotelzimmer verrät schon die Tal-Lage Sapporos. An den Hängen der Berge, die die Stadt im Südwesten umarmen, endet Sapporo und setzt sich in der Ebene gen Norden fort. Dass Sapporo etwas anders ist, wie es uns vorausgesagt wurde, erschloss sich für mich insbesondere durch den städtebaulichen Eindruck. So viel Platz auf Straßen, in Parks und zwischen den Häusern habe ich einer japanischen Großstadt bisher nur hier erlebt.Schachbrettartig und sehr großzügig gestaltet, hatten wir es recht leicht uns zurecht zu finden und fühlten uns direkt wohl. Zwei Seven-Eleven Konbini waren direkt um die Ecke und zwei Straßen weiter gab es eine überdachte Einkaufsstraße, die von Souvenirshops über Sportgeschäfte bis zu diversen Bars und Restaurants alles bot. Hier haben wir an einem Abend Jingisukan („Dschingis Khan“gegessen, Tischgrillen auf Hokkaido-Art, gemeinsam mit einer Gruppe Japaner, die auf mich von Anfang an einen sehr direkten und offenen Eindruck machten. Kein Aufwärmen, es ging direkt zur Sache. Ein munterer Abend mit bestem Essen.

Die erwähnte Einkaufsstraße kurz nach Ladenschluss.
Lichtermeer mit Ampel
Sapporo Ekimae Dori, die Hauptstraße zum Bahnhof

Ich liebe japanische Hinweisschilder. Da die Japaner gerne auf Sachen hinweisen, trifft man immer wieder auf schöne Exemplare. Eines meiner Lieblinge habe ich in der U-Bahn von Sapporo erblickt. Nichts geht über ausreichend Sicherheit, oder?

Hinweisschilder in der U-Bahn von Sapporo

Mit einem Tag-Nacht-Vergleich entlasse ich euch nun wieder ins kalte Deutschland. Solltet ihr allerdings Anfang Februar in Sapporo sein, wäre der Besuch des Yuki Matsuri, dem bekannten Schneefestival, eine klare Empfehlung. Sollte ich irgendwann meinen Traum von einem Jahr in Japan in die Tat umsetzen, werde ich definitiv dabei sein. Weitere Sehenswürdigkeiten sind u. a.  der Uhrenturm, Hokkaidos größter Shinto-Schrein, das Kaitaku no mura (Freilichtmuseum mit alten Gebäuden von Hokkaido), die Sapporo Brauerei (inklusive Museum), die Pagode auf dem Berg Moiwa, der Odori Park und das Oktoberfest im September, denn als Gastgeber der Olympischen Spiele 1972 wurden Sapporo und München Partnerstädte.

Sapporos Straßen am Tag
Sapporos Straßen bei Nacht

Liebe Grüße, A-L

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