Fernweh: Naritasan Shinshoji Tempel

Laternen an der Shotokutaishi Halle. Shotokutaishi war Prinzregent und gilt als Vater des japanischen Buddhismus, da er den Buddhismus zur offiziellen Religion Japans ernannte (im 6./7. Jh.). Die Halle, von der ich kein gutes Bild habe, wurde 1992 erbaut und gilt als Symbol für den Weltfrieden sowie für den ersten der von Shotokutaishi verfassten „17 Artikel der Konstitution“.

Der letzte Fernweh-Eintrag ist schon etwas her, da kann man langsam schon mal wieder die Gedanken schweifen lassen und ich liefere ein paar Bilder dazu. Heute geht es ganz in die Nähe des größten internationalen Flughafen Japans: Nach Narita. Genauer zur buddhistischen Tempelanlage Naritasan Shinshoji. Wir haben sie zu Beginn unserer Reise im letzten Jahr besucht – viele steuern sie auch zum Ausklang vorm Heimflug an (10 min mit der Bahn vom/zum Narita Airport).

Niomon Tor – Aufgang zur Tempelanlage.
Niomon Tor. Der steile Aufgang von oben mit Blick auf die Teiche mit den ausgesetzten Schildkröten.
Karte von Naritasan. Ich habe mich aus Zeitmangel nur im Umkreis der Großen Halle aufgehalten und mich dort genauer umgesehen.

Auf der Karte sieht man ganz gut, wie weitläufig das Gelände ist. Meine Route ging durch die beiden Tore (mittig hintereinander), führte mich zur Großen Halle, zur Shakado Halle (links neben dem Kreis), am Steingarten entlang in die Grünanlage, zur Shotokutaishido Halle und zur dreistöckigen Pagode. Gemessen an der Größe des Geländes also ein überschaubarer Spaziergang.

„Die 500 Richtungen des Buddhismus“ – Schnitzerei an der Außenfassade der ehemaligen Haupthalle, der Shakado Halle. Angefertigt im frühen 19. Jahrhundert von Ryozan MATSUMOTO nach Bildern des Künstlers Kazunobu KANO. Matsumoto hat 10 Jahre daran gearbeitet. Der Ausdruck jeder Richtung soll einzigartig sein und Pilger sollen am Antlitz einer Darstellung Ähnlichkeiten zu einem Vorfahren erkennen können.
Eine der Bronzestatuen am Hang hinter der Großen Halle. Sie sollen verschiedene Richtungen des Buddhismus abbilden, die die Menschen vor weltlicher Begierde schützen können.
Hegen und Pflegen im japanischen Gartenbau.
Exotik in der Parkanlage. Mein erster schwarzer Schmetterling.
Zeugnisse vom großen Erdbeben am 11.März 2011.
Blick von der Pagode aus auf die Große Halle. Erbaut 1968 ist sie das Herz der Tempelanlage, da hier das tägliche Goma-Ritual stattfindet. Sie beherbergt eine Darstellung von Fudomyoo, dem Gründer der buddhistischen Shingon-Sekte.
Kunstschnitzereien u. a. von den sechzehn buddhistischen Heiligen („Jurokurakan“) an der dreistöckigen Pagode. Erbaut 1712 und 25 Meter hoch, bewart sie die fünf Buddhas („Gochinyorai“).

Die Reise nach Narita lohnt sich in jedem Fall. Allerdings werde ich beim nächsten Mal mehr Zeit mitbringen. Wir hatten nach der kurzen Einführung, die bereits unten vor dem Somon/Großen Tor begann, nur eine Stunde um das Gelände auf eigene Faust zu erkunden und das reichte einfach nicht für einen entspannten Rundgang über die gesamte Anlage. Einige haben statt das Gelände weiter zu erkunden an der „Goma“-Zeremonie („Sacred Fire Rite“) teilgenommen, die in der großen Halle für jeden offen ist.

Hier noch ein Bild der Shotokutaishi-Halle – im Hintergrund die Pagode. (Das verlinkte flickr-Album zeigt noch weitere schöne Bilder von Naritasan.)

Ich hoffe, der Ausflug war ein wenig interessant. Für Anregungen bin ich gerne offen.

Liebe Grüße, Anna-Lena

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5 Comments

  1. Oh, wie macht mich das neugierig. Leider hat sich der große Plan zwei Wochen Uni und dann das Land bereisen, zerschlagen. Aber dank Dir, dem In-Asien-Lektüren-Tipp bin ich jetzt so angefixt, dass ich es alleine wagen will.

    1. Das bekannte Japan-Fieber… Freut mich, dass ich helfen konnte ;-) Japan kann ich einfach nur jedem ans Herz legen, der mit dem Gedanken spielt einmal hinzureisen. Ich will nächstes Jahr auch unbedingt wieder hin.

    1. Danke ;-) Der Schmetterling war ein echter Profi – er blieb geduldig so lange sitzen, bis ich dieses Foto in Ruhe gemacht hatte. Das war ein kleiner magischer Moment.

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