Architektonische Grausamkeiten

So schön die Altstadt von Mainz um den Dom, die Augustinerstraße und ihre Gassen ist, so unschön wurde es auf der Suche nach der Touristeninformation. „Daher also das ‚Grau‘ in ‚Grausamkeiten'“, dachte ich mir bei diesem Anblick:

Einkaufszentrum „Am Brand“. Dort wo die bunten Fahnen wehen ist übrigens die Touristeninformation gut vor interessierten Touristen versteckt.
Einkaufszentrum „Am Brand“ in Mainz.

Auf der Homepage der Stadt Mainz wird dieses Schmuckstück übrigens wie folgt umworben:

Ein wahres Einkaufsparadies für moderne Menschen ist das Einkaufszentrum Am Brand, zwischen Markt, Rathaus und Rheingoldhalle gelegen. Hier ist alles ein bisschen größer: Textilhäuser, Elektrofachmärkte, Schuhgeschäfte, Buchhandlungen oder Telefonläden. Die verschiedenen Young Fashion-Boutiquen ziehen vor allem junge Leute an. Und der Gummibärchenladen lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen.“ (Quelle: Einkaufsführer der Stadt Mainz)

Ich schließe daraus: Ich bin weder modern noch gehöre ich zu den „jungen Leuten“ – allerdings muss ich auch zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht einen Fuß hinter die Glasfassaden gesetzt habe. Sicherlich hätte der Gummibärchenladen auch mein Herz höher schlagen lassen… und ich hätte die Gebäude nicht von außen gesehen ;-)

Kunst gab es auch noch. Aber die Skulptur konnte den Charme ihrer Umgebung auch nicht mehr aufwerten.

Skulptur am Jockel-Fuchs-Platz, vor der Rheingoldhalle (nicht im Bild) in Mainz.

Mir geht es übrigens nicht um den fleißigen Einsatz von Beton, Stahl und Glas, der mich stört, sondern um diesen morbiden und unwirklichen Eindruck, den ich vor Ort hatte. Ich fühl‘ mich  beim Einkaufen gerne wohl und wenn es das Ziel der Architekten war, die Menschen zur Flucht in die Geschäfte zu treiben, dann dürfte zumindest das geglückt sein…;-)

Bevor mir vorgeworfen wird, ich hätte mich jetzt auf Mainz eingeschossen, liefere ich auch direkt noch ein Bild aus Wiesbaden. Herrlich deplatziert, oder?

Bahnhofstraße, Wiesbaden.

Ich sollte eine Serie aus diesen Beobachtungen machen – so ein paar Beispiele hätte ich da noch im Hinterkopf.

Als nächstes folgen nun aber die schönen Ecken der beiden Städte am Rhein. Versprochen!

Liebe Grüße, Anna-Lena

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