Kloster Schöntal und Burg Jagsthausen

Der Kocher in Schwäbisch Hall (c)moinservus

Galerie Würth in Schwäbisch Hall (c)moinservus

Einen Sonntagmorgen mal vor 8:00 spazieren zu gehen ist nicht nur wegen der aktuellen Temperaturen erfrischend. Die Sonne reckte und streckte sich grade und ich war bereits wach genug um ein paar Bilder zu machen. Nach Frühstück, Lesen und Backen, haben wir uns nachmittags aufgemacht und der weiteren Umgebung einen Besuch abgestattet. Wieder einmal haben wir festgestellt, dass es hier in jeder Ecke etwas zu entdecken gibt. Halt gemacht haben wir heute an zwei Stationen im Leben des Götz von Berlichingen: am Kloster Schöntal und der Burg Jagsthausen – auch Götzenburg genannt.

Das Kloster Schöntal

Kloster Schöntal - Frosch (c)moinservus

Dieser aufmerksame Geselle wartete an einem „Brunnen“ (die Oberfläche ist aus Glas) auf die Besucher des Klosters und sorgte für ein Lächeln auf unseren Gesichtern. Von ihm hatten wir in unserem Reiseführer nicht gelesen, dafür aber von der besonders schönen Klosteranlage an einer Jagst-Schleife. Gegründet 1157 von Maulbronner Zisterziensermönchen und im Laufe der Jahre um mehrere Gebäude und einen Garten erweitert, beherbergt das Kloster Schöntal heute die katholische Klosterkirche, eine evangelische Kirche, ein Bildungshaus, ein Waldschulheim, ein Klostercafé, ein Informationsbüro, und und und. Wir wandten uns zielstrebig der Klosterkirche zu, die mich ob ihrer Pracht direkt nach Betreten staunen ließ:

Kloster Schöntal - Klosterkirche (c)moinservus

Kloster Schöntal - Fenster Klosterkirche (c)moinservus

Besonders beeindruckt haben mich die vielen, vielen Verzierungen im Zusammenspiel mit den recht schlichten Kirchenfenstern. Kurios fand ich die Balkone direkt unter den Fenstern, zu denen es ganz offensichtlich keinen Aufgang (mehr) gibt, aber die dargestellten Personen freuen sich sicher über unverstellten Blick auf das Geschehen unter ihnen. Da es heute eisigkalt war und (zumindest mir) eine Zwiebelschicht an wärmender Kleidung fehlte, haben wir uns anschließend auf dem Gelände nicht mehr viel weiter umgesehen. Das Klostercafé hat leider noch diesen Monat Betriebsferien und in die Neue Abtei haben wir uns nicht getraut, weil dort offenbar eine Veranstaltung statt fand. Hier werden wir dann aber nach dem Grabmal von Götz von Berlichingen suchen, wenn wir bei wärmeren Temperaturen wiederkommen. Draußen gab es für uns aber auch noch genug zu entdecken. Mir hatten es besonders die verschiedenen Strukturen an den Fassaden angetan:
Kloster Schöntal - Zeichen der Zeit 01 (c)moinservus!

Kloster Schöntal - Zeichen der Zeit 02 (c)moinservus!

Kloster Schöntal - Zeichen der Zeit 03 (c)moinservus!

Kloster Schöntal - Zeichen der Zeit 04 (c)moinservus!

Kloster Schöntal - Zeichen der Zeit 05 (c)moinservus!

Burg Jagsthausen:

Von der letzten Ruhestätte Berlichingens führte unser Weg durch die Ortschaft Berlichingen nach Jagsthausen zur Geburtsstätte von Götz von Berlichingen: Die Burg Jagsthausen.

Im Sommer finden hier die bekannten Burgfestspiele statt, bei denen Goethes Stück über den Götz immer fester Bestandteil ist. Heute war es hier allerdings ruhig. Sehr ruhig. Wir waren  die Einzigen, die sich umgesehen haben, nur die Rezeptionistin des Hotels gab uns das Gefühl nicht völlig allein zu sein. Nun wurde es schon langsam dunkel, aber „wenn wir schon mal da sind“ schadet ein Blick hinter die Brücke in den Innenhof sicher nicht:

Burg Jagsthausen (01) (c)moinservus!

Burg Jagsthausen (02) (c)moinservus!

Burg Jagsthausen (3) (c)moinservus!

Auf dem folgenden Bild: der Innenhof, in dem die sommerlichen Festspiele stattfinden. Da die Eltern vom Bayern im Sommer die Aufführung „Götz von Berlichingen“ am Originalschauplatz sehen wollen, werden wir sicherlich noch einmal zu einem wärmeren und belebteren Zeitpunkt wiederkommen.

Burg Jagsthausen (04) (c)moinservus!

Von dieser Warte aus rechts hinten, führt eine Treppe in den Gang hinter dem Fachwerk. Dort sind diese Bilder entstanden: Ein Spiel von Schatten und Licht.Burg Jagsthausen (05) (c)moinservus!

Burg Jagsthausen (06) (c)moinservus!

Burg Jagsthausen (07) (c)moinservus!

Wie im Kloster Schöntal fanden auch auf der Burg in Jagsthausen Angehörige der Familie von Berlichingen ihre letzte Ruhestätte – nicht nur am Namen sondern bei genauerer Betrachtung vor Ort auch an wiederkehrenden Elementen auf den Grabmälern zu erkennen.Burg Jagsthausen (08) (c)moinservus!

Burg Jagsthausen (09) (c)moinservus!

Mit dem Bild auf die Vorburg (und den Parkplatz) verabschiede ich mich für heute. Schön, dass ihr bei dem kleinen Ausflug dabei ward. Habt eine gute Woche!

Liebe Grüße, Anna-Lena

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2 Comments

  1. Vielen Dank für’s Mitnehmen. Das ist ja sehr schön dort. Aber sonntags vor 8 h spazieren gehen?! Respekt, ich entwickle mich gerade irgendwie zum Langschläfer. ;)
    Dir auch einen schöne Woche. Liebe Grüße

    1. Die Uhrzeit ist für mich – zumal an einem Sonntag – auch eher ungewöhnlich. Es war wirklich schön, aber oft wird mir das sicher nicht passieren ;-)
      Liebe Grüße

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