Tokyo – Tag 1

Shin-Ohashi dori, Tsukiji, Tokyo
Shin-Ohashi dori, Tsukiji, Tokyo

Der heutige Samstag fing dann doch später an als ich gedacht habe. Dank Jetlag war ich gegen 4 Uhr wieder wach und habe mit dem Gedanken gespielt auf den Fischmarkt zu gehen. Bei dem Gedanken an viele flinke Japaner, viel Fisch und viele Gerüche, habe ich mich dann doch dazu entschlossen mich noch einmal umzudrehen. Das Umdrehen hat dann fast sechs Stunden gedauert…

Tsukiji Hongwanji, Tsukiji, Tokyo
Tsukiji Hongwanji, Tsukiji, Tokyo

Zum Ausgleich habe ich anschließend über sechs Stunden zu Fuß die Umgebung erkundet. Die Ecke Tsukiji kenne ich bisher tatsächlich nur durch den Fischmarkt, sodass ich den Tempel um die Ecke vom Hotel bisher noch nicht gesehen hatte. Der Tsukiji Hongwanji ist ein buddhistischer Tempel aus Stein, der erstmals 1617 aus Holz erbaut wurde, diverse Male zerstört wurde (u. a. durch das Große Feuer 1657 und das Große Kanton Erdbeben) und an heutiger Stelle seit 1934  den Gläubigen (und Touristen) einen Ort der Einkehr bietet.

Waschbecken vorm Tsukiji Hongwanji
Waschbecken vorm Tsukiji Hongwanji
Tsukiji Hongwanji, Tokyo
Tsukiji Hongwanji, Tokyo

Als ich heute Vormittag in die große Gebetshalle kam, wurde offenbar gerade eine Sutrenlesung für eine Verstorbene abgehalten. Auch wenn ich nichts verstanden habe, haben die Räucherstäbchen und die monotone Rezitation der Mönche gewirkt. Zumindest so weit, dass ich mich eine Weile in einer hinteren Reihe dazugesetzt habe. Da es ein stetes Kommen und Gehen war, war ich da nicht die Einzige, die sich den Moment nahm.

Harumi dori, Tokyo
Harumi dori, Tokyo

Vom Tempel aus ging ich in Richtung Ginza, der Heimat hochpreisiger Shoppingtempel. Eigentlich war mein Ziel eine Prepaidcard für mein Handy zu finden, aber ich war so irritiert von der gesperrten Chuo Dori, dass ich in eine andere Richtung lief. Anfangs habe ich noch erwartet einen Grund für die Sperrung zu erfahren, aber da war ich bisher erfolglos.

Die gesperrte Chuo dori.
Die gesperrte Chuo dori.

20150516_Tokyo Ginza 01 20150516_Tokyo Ginza 02

Cozy Corner, Ginza
Cozy Corner, Ginza

20150516_Tokyo Ginza 04

Dank Ginza Hands und Loft, war ich beim Betreten von Muji bereits einige wenige Yen ärmer, aber um die Erkenntnis reicher, dass meine Visa Card nicht funktioniert. Wäre ja auch langweilig. Bei Muji Meal habe ich daher „nur“ zu Mittag gegessen. Das war gut und zu viel. Die Brötchen gab’s später im Park.

Muji Mal im Muji Flagship Store Yurakucho
Muji Mal im Muji Flagship Store Yurakucho
Mein Mittagessen: Dreierlei aus der Bäckerei, Reis und eine 3er Auswahl (man kann zwischen 1 bis 4 Bestandteilen auf seinem Teller wählen): Krokette, Nudelsalat mit Chicken und ein Salat mit Fisch.
Mein Mittagessen: Dreierlei aus der Bäckerei, Reis und eine 3er Auswahl (man kann zwischen 1 bis 4 Bestandteilen auf seinem Teller wählen): Krokette, Nudelsalat mit Chicken und ein Salat mit Fisch.

Der Reiseführer hat mich auf das Tokyo International Forum hingewiesen, das sich ganz in der Nähe befindet und „wirkt wie ein Glasschiff, das durch urbane Gewässer steuert“. Das „Glasschiff“ bietet neben der Architektur übrigens freundlicherweise kostenlos WiFi und WCs (aber die gibt es hier zum Glück an fast jeder Ecke ;-)

20150516_Tokyo International Forum 02 20150516_Tokyo International Forum 01

Ein paar hundert Meter weiter liegt der Kaiserpalast mit seinen umliegenden Gärten. In einem der Ausläufer habe ich Pause gemacht und Menschen beobachtet.

20150516_Tokyo Garten 20150516_Tokyo Garten 03 20150516_Tokyo Garten 02 20150516_Tokyo Garten 01

Irgendwann folgte ich dann der Musik, die irgendwo von links dumpf herüberhallte. Musik ist nie verkehrt und so ging ich der Sache auf den Grund.

20150516_Tokyo Hibiya Koen 01
Blick auf den Hibiya Park

20150516_Tokyo Hibiya Koen 02

…und irgendwann war klar, woher die Musik kam. „Ein Prosit, ein Prosit,…“

20150516_Tokyo Oktoberfest 03
Die hiesigen Oktoberfestpreise. Zur Orientierung: 1.000 Yen sind grad etwa 7,50 Euro

20150516_Tokyo Oktoberfest 20150516_Tokyo Oktoberfest 01

Nach einem Abstecher zum Bahnhof Tokyo, der seit 2012 wieder in altem Glanz erscheint, bin ich wieder zu meinem Hotel der ersten Woche.

Der Bahnhof ist fertig, dafür wird jetzt drumrum gebaut.
Der Bahnhof ist fertig, dafür wird jetzt drumrum gebaut.

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3 Comments

  1. Das ist so unwirklich! Letzte Woche habe ich noch eine Studentin dazu ermuntert, ihren Auslandaufenthalt nicht zu lange aufzuschieben, weil er im Arbeitsleben nur noch schwer umsetzbar ist und du machst hier dein Ding – find ich total super! :D
    Tolle erste Eindrücke, viele Grüße!

    1. Viele Grüße zurück!
      Und die Empfehlung ist bestimmt richtig. Bei mir hat’s jetzt nur einfach gepasst.

  2. Es schreibt die Fanmeile Beck/Bitter/ Weeber und alle anderen!
    Wir schwitzen und hoffen es geht euch gut.
    Gruß Adi

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