Matsuyama, Tag 1

Am Montag hatte ich meinen ersten und zugleich letzten freien Tag im Familienresort, wo ich mich am Donnerstag verabschiedet habe. Diesen Tag habe ich in Matsuyama, Hauptstadt der Präfektur Ehime, verbracht. Da es bis zum frühen Vormittag schüttete wie aus Eimern, habe ich nicht alles besucht, wie geplant, aber da ich mir schon fast sicher war, dass ich sehr bald wiederkommen würde, war das wenig tragisch. Auch so war der Tag sehr schön und sehr entspannend.

20150817_Railrope Street 20150817_ at Railrope StreetAls es weniger stark regnete, habe ich die sympathische Straße erkundet, an der die Seilbahnstation hoch zum Schloss liegt. Verkehrsberuhigt mit Radwegen und netten Geschäften. So mag ich das. Das Alternativprogramm – die zwei endlos langen überdachten Einkaufspassagen – hatte ich mir während des Regens etwas angesehen und war jetzt sehr positiv überrascht. Entlang der gewundenen Straße liegen kleine Restaurants und Spezialitätengeschäfte, z. B. für die bekannten Iori-Baumwollhandtücher oder für die Vermarktung örtlicher Spezialitäten. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den vielen Mandarinensorten, die in Ehime angebaut und natürlich geerntet werden.
20150817_ Mikan 20150817_ Mikan 02 20150817_ Mikan 03Im „10 Mikan“ tut man das mit Stil und Fokus auf das Wesentliche: Zehn verschiedene Sorten Mikan sortenrein in Saft, Eis, getrocknet oder auch Marmelade verwandelt. Das musste ich natürlich probieren und hatte ein kleines Saftset, das aus den drei Sorten unshu, kiyomi und kashi28gou bestand.

Nach einem sehr guten Mittagessen bin ich dann mit der Tram in einen anderen Stadtteil gefahren, um die bekannteste Institution Matsuyamas zu besuchen: Dogo Onsen.
Vorher unternahm ich allerdings noch einen kurzen Abstecher zum nahegelegenen Insaniwa-Schrein. Die Karte hatte mir verschwiegen, dass es (mal wieder) einige Stufen zu erklimmen gibt, aber ich will ja auch vermeiden aus der Übung zu kommen.
Auf dem ersten Bild gleich sieht man mittig oberhalb der Stufen einen kleinen Menschen stehen, der natürlich in Wahrheit ca. 1,80 m groß ist. Bei dem Menschen handelt es sich um einen 16-jährigen Koreaner, mit dem ich beim Fotos machen ins Gespräch kam. Da sein Japanisch deutlich besser ist als sein Englisch (und mein Japanisch), war die Unterhaltung zum Dogo Onsen einigermaßen amüsant. Er ist seit März in Tokyo als Austauschschüler und bereist in seinen Sommerferien grade allein das Land.
Der Insaniwa-(Shinto)-Schrein jedenfalls gehört zum Nationalen Kulturgut und wurde 1667 erbaut.
20150817_Schrein 20150817_Insaniwa Schrein 04 20150817_Schrein 02 20150817_Insaniwa Schrein 03Danach kam mein persönliches Tageshighlight: Der Besuch des Dogo Onsen. Ich liebe Onsen. Daher gehörte ich natürlich nicht zu denen, die nur davor stehen und ein Foto machen, sondern bin auch in das Badehaus und habe mich in das „Wasser der Götter“ begeben. Dogo Onsen gehört ebenfalls zum Nationalen Kulturgut und bietet gar dem Kaiser private Räumlichkeiten, damit dieser ungestört baden kann. Da das zuletzt 1950 passiert ist, können Normalsterbliche die Räume besichtigen und einen Eindruck des Inneren bekommen ohne ein Bad zu nehmen.
Zu meinem Onsen-Ticket gehörte nach dem Bad ein grüner Tee mit Gebäck. Kleines Spezial-Highlight: Der Yukata war sogar groß genug, sodass ich mich ohne Probleme in ihm durch das Haus bewegen konnte. Herrlich. 20150817_Dogo Onsen 02 20150817_Dogo Onsen

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