Die wichtigste Antwort auf die Frage: „Warum Japan?“

20150822_Ozu Garyu Sanso 06

Die erste Station nach Matsuyama war letztes Wochenende die historische Kleinstadt Ozu in der Iyo-Region.
Bevor ich in den Zug stieg, ist es aber mal wieder passiert: Ich frage nach dem Weg, daraus entsteht ein Gespräch und der nette Japaner fragt mich, ob ich eigentlich schon zu Mittag gegessen habe.
Hatte ich nicht und so bin ich mit Sack und Pack dem Japaner hinterher und habe gutes Katsu-Curry (Paniertes Schnitzel mit einer Curry-Soße und Reis) gegessen, das ich dann (natürlich) nicht selbst bezahlen durfte.

Solche Begegnungen sind immer noch und immer wieder erstaunlich.
Ich bin baff über die Gastfreundschaft, die Freundlichkeit, das Interesse, die Gespräche, die entstehen und wie sich manchmal eine ganze Gesprächsrunde mit Sitznachbarn entspannt. Nicht immer klappt alles auf Englisch, aber mit Hilfe von Händen, Füßen, Google und anwesenden Englischlehrenden, klappt es immer.
Ich bekomme Fragen gestellt; man wundert sich sehr, dass ich kein Bier mag; die alte Allianz zwischen Japan und Deutschland wird beschworen (was mich immer wieder etwas befremdet); ich erläutere meine Reiseroute; der/die Japaner/in erläutert seine/ihre Deutschland-Route; ich bekomme Tipps für mein nächstes Ziel und viel mehr.

Ich brauche kein Airbnb, um die Menschen vor Ort kennen zu lernen. Ich schleiche mich mit einem Lächeln durch die Gegend, grüße freundlich, frage mich durch und treffe die tollsten Menschen: Tachi-san, den ich in Ito-Onsen kennenlernte und der mich so großzügig durch die Tage in Nikko begleitete; der Tokioter mit dem so netten E-Mail-Namen „tokyoisgood“, der mir den Garten des Meiji-Schreins zeigte und erklärte; die warmherzige Ayako, die ich auf der Tomita Farm kennenlernte und die ich nicht mehr missen möchte; der unglaubliche Ed, der brillante Ideen bei einem Kaffee spinnt und Saipan auf meinen persönlichen Atlas gebracht hat; Hiromu, der spontan seine Tagesplanung an meine anpasst und als PR-Manager für Städte und Regionen arbeitet (wie cool ist das bitte?); und es werden immer mehr!

Hinzu kommen die vielen Namenlosen, die mich zum Ziel führen, Sachen erklären oder für mich übersetzen, und natürlich die vielen Freundschaften aus den letzten Jahren, ohne die ich wohl nicht auf die Idee zu dieser Reise gekommen wäre.

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