Tokio

Ich bin wieder in Tokio. Fünf Tage lang durch die endlosen Straßen stromern, Freunde treffen, an einem Workshop und einer Kayaktour teilnehmen. Anschließend geht es wieder aufs Land (zum Mandarinen pflücken) und in zwei Wochen kommt endlich der Bayer erneut auf Stippvisite.

Der Landeanflug gestern Abend auf Haneda – das heißt im Sinkflug über die Bucht von Tokio – war atemberaubend schön. Zum Glück wurde ich rechtzeitig wach, um meinen Fensterplatz voll auskosten zu können: Die vielen Lichter, in der Ferne der Sky Tree und dann das Wasser bis kurz vor der Landung direkt unterm Fenster. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal bei diesen Bedingungen in Tokio gelandet zu sein.

Und auf einmal machte sich Vorfreude breit. Nicht nur auf die Freunde, sondern auch auf die Stadt. Diese nie langweilig werdende, niemals schlafende und immer überraschende Stadt.

Ein paar Bilder von meinem heutigen Vormittag…

Irori Hostel Nihombashi Tokyo
Mein Heim für die nächsten Nächte und freien Stunden: Das Irori Hostel im Stadtteil Nihombashi, das erst im Oktober eröffnet hat.
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Der Herbst zieht langsam in Tokio ein.
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Einer der vielen Getränketransporter, die die vielen Konbini (Kioske) und Getränkeautomaten jeden Tag beliefern.
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Auf dem Weg zum Edo-Tokyo-Museum ein typisches Bild aus Kabeln und Außentreppen.
Freitreppe Edo-Tokyo-Museum
Der Aufgang zum 3. Stock des Edo-Tokyo-Museums. Schon hier lässt sich erahnen, dass ich das nicht für mich allein hatte.
Grand Champion Hakuho Sho's November 2009 Tournament Winner's Portrait (Colored by Sato Suzue)
Die kolorierte Fotografie vom „Grand Champion Hakuho Sho“, der das Sumo-Turnier im November 2009 gewonnen hat. Noch bis 2012 wurden diese riesigen Fotografien von Hand koloriert und der Sieger-Galerie im Sumo-Museum hinzugefügt. (Da ich noch nicht im Sumo-Museum war, kann ich nicht sagen, was seit 2012 gemacht wird.)
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Aus der Perspektive ist die Kolorierung etwas besser zu erkennen.

Nach der Sonderausstellung „From Ukiyo-e to Photography: Cultural Awakening in Japan’s Visual Field“, aus der auch das obige Bild stammt, ging ich in die Dauerausstellung, die sich mit der Geschichte Tokios befasst.

The Chonin (town's people) area around Nihonbashi
Eines der zahlreichen detailreichen Modelle. Hier wird eine Straßenszene aus dem alten Nihonbashi gezeigt.
model of Honmaru and Ninomaru Palaces in Edo Castle in the Last Years of the Tokugawa Shogunate
Ein Modell des Honmaru und des Ninomaru Palastes in den Mauern der ehemaligen Edo Burg zu Zeiten des späten Tokugawa Shogunats …und ein Bruchteil der vielen, vielen Schüler, die heute zeitgleich mit mir im Museum waren.
model of the area to the west of Ryogoku Bridge
Ein Modell der Gegend westlich der Ryogoku-Brücke mit Film im Hintergrund, der (mutmaßlich) die Figuren sprechen lässt.
Facade of the Nakamura-za Kabuki Theater
Neben kleinen Modellen, zeigt das Museum auch Nachbauten in Originalgröße. Hier die Fassade des Nakamura-za Kabuki Theaters
Shopping Guide of Edo (1824)
Eines meiner Lieblingsausstellungsstücke: Der Shopping Guide von Edo (der alte Name Tokios) von 1824.

Nach dem Kulturprogramm ging ich im großen Bogen durch zwei Gärten, über zwei Brücken und die belebte Edo-Dori (Straße) zurück zum Hostel.

Street Scene Tokyo
Vorm Museum: Sonne, Schüler, Getränkeautomat und trocknende Wäsche.
Monument in Memory of Victims of the Tokyo Air raids and in the pursuit of peace
Monument zur Erinnerung an die Opfer der Luftangriffe auf Tokio und zur Mahnung an den Frieden
Kyo Yasuda koen
Der Kyo Yasuda Garten
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(Kyu Yasuda Garten)
First glance of Kuramae hashi bridge
Erster Blick auf die strahlend gelbe Kuramae-Brücke
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Blick auf den Tokyo SkyTree und den Fluss Sumida von der Kuramae Brücke
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Weihnachten dürfte hier bunt werden. Ich bin heute an einer Reihe von Geschäften in der Edo-Dori vorbeigegangen, die das komplette Programm an Weihnachtsdekoration und -Beleuchtung bereithalten.
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Suga-Schrein an der Edo-Dori
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Ein Blick auf den Kanda, ein Zufluss des Sumida
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