Dienstag, von Kyoto nach Kanazawa.

20151201_Kyoto 20151201_Shiga 20151201_D T Suzuki Museum 20151201_Kenroku-en Garten 20151201_21st Century Museum of Modern Art KanazawaHeute Morgen wurde ich vor meinem Wecker wach, habe Kaffee gekocht und mich dann an den kurzen Bericht von gestern gesetzt. In aller Ruhe. Bald darauf wurde der Bayer aktiv und hörte gar nicht mehr auf mit Packen, was mich etwas irritierte, aber nicht weiter störte. Um 10 Uhr stellte sich dann raus, dass wir zwei verschiedene Check-Out-Zeiten im Kopf hatten. Er lag richtig. Ich stimmte sogleich ins aktive Gepacke ein und so waren wir nur etwas zu spät fertig. Aber da wir nicht im Hotel waren, hat das niemanden gestört. Den Blick aus der Wohnung am Morgen werde ich vermissen.

Mit dem Thunderbird 17, einem Limited Express Zug, der etwas ulkig aussieht, sind wir ohne Umsteigen nach Kanazawa gefahren. In nur zwei Stunden.
So hatten wir noch den kompletten Nachmittag und frühen Abend, um uns die Stadt anzusehen. Ich habe den Bayern zuerst ins Daisetz Teitaro Suzuki-Museum geschleppt, das über das Leben und Wirken des buddhistischen Philosophen informiert. Die Ausstellung selbst ist sehr reduziert, was für den Einstieg aber sehr angenehm war. Ich fand es mal wieder interessant über eine Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts zu stolpern, die mir vorher (leider)  nichts sagte. Jetzt werde ich mein Kindle für die nächsten Wochen in der Abgeschiedenheit Yamanashis mit ein, zwei seiner Schriften füttern. Und vielleicht mein Wissen über Heidegger auffrischen. Und über C.G. Jung. (Beides Gesprächspartner Suzukis.)
Da der Kenroku-en Garten nur einen kurzen Fußweg entfernt lag, haben wir den spontan mit auf unsere Route für heute gesetzt. Ein schöner Spaziergang und wieder einmal faszinierend darüber nachzudenken, dass die Bilder, die wir heute von dem Garten machen, vor Generationen so erdacht wurden und wir somit durch Jahrhunderte alte Planungen laufen. Der Kenroku-en gehört übrigens zu den „3 schönsten Gärten Japans“, wie auch der Koraku-en in Okayama, den ich im Sommer besucht habe.
Nach so viel spontanem Programm, war es Zeit fürs Abendessen. Eigentlich. Denn auf der Kreuzung gegenüber dem Kenroku-en tauchte unerwartet das 21st Century Museum of Contemporary Art Kanazawa auf. Das sah zum Einen (für mich) sehr einladend aus und wurde mir zum anderen von einer Freundin empfohlen. So trennten sich bis zur Schließung des Museums unsere Wege, damit ich durch die Ausstellungen und der Bayer durch die Umgebung gehen konnte.
Das war dann heute deutlich mehr Programm als gedacht, aber es hat sich gelohnt. Ich kann alle drei Punkte ohne Zögern weiterempfehlen.

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