2. Advent, Akeno.

20151206_YamanashiSeit gestern bin ich in Akeno bei Megumi, meiner neuen WWOOF-Gastgeberin. Der Bayer ist wieder in der Heimat und genießt die Vorzüge einer Wohnung mit Heizung. Und eines Schnellkochers. Und eines warmen Badezimmers. Ach, einer warmen Wohnung! So wunderbar nett es mit Megumi ist, so frisch ist es hier. Sie wohnt in einem alten Bauernhaus, das dank Einfachverglasung das Wetter von draußen nach drinnen überträgt. Es gibt sicherlich schlimmeres, aber im Moment beschäftigt mich die Kälte noch sehr. Ich geh aber davon aus, dass sich das in den nächsten Tagen etwas einpendelt. Sie kommt schließlich auch damit zurecht.

Der Tag begann um 7 Uhr mit einem Frühstück, das aus den Resten vom Abendessen bestand. Es gab Karottenmus, sehr viel Salat, gutes („deutsches“) Brot, Grano Padano, Tee, Aufschnitt, Brokkoli und Lebkuchen, den ich als Gastgeschenk mitgebracht hatte (Danke, Conni!).
Gegen 10 Uhr sind wir dick eingepackt zum Ernten gefahren: Schwarzen Daikon, Brokkoli, weißer Daikon, roten Daikon, Kopfsalat, Kohl, Blattsalat und kleinere Salatblätter, die sie mir als „Small Leaves“ übersetzt hat. Außerdem fielen meinen unwissenden Händen drei Endivien zum Opfer, die ich für Unkraut hielt. Gibt’s später..
Nach 2,5 Stunden fuhren wir wieder heim, packten die Ernte wetterfest ein und Megumi warf einiges Gemüse zu einer schnellen Pfanne zusammen, die wir zum Mittag aßen.
Heute Nachmittag kümmert sie sich um ihren angesetzten Kaki-Essig, der grade noch keiner ist, weil die Kaki-Pampe munter vor sich hin fermentiert. Sobald sie das Gebräu gleich auf 65 Grad gebracht hat, wird die Fermentierung gestoppt und am Ende hat sie ziemlich viel Kaki-Essig, von dem ich eine Flasche mitnehmen darf.
Das Abendessen darf/soll ich heute kochen. Da sie einen Einkaufszettel sehen möchte, sollte ich mir gleich mal überlegen, was es geben soll. Außerdem habe ich den Auftrag Sauerkraut zu machen. Ich bin schließlich Deutsche und sollte das können. Habe bereits einen Hilferuf nach Bayern geschickt und hoffe, dass am Ende schmeckt, was ich fabriziere.
Später lege ich mich wieder zwischen Heiz- und Wolldecke, um zu schlafen. Da soll nochmal einer sagen, die Dinger benutzten nur alte Leute. (Okay, ich sollte zu meinem Alter besser keine Siebenjährigen befragen.)

Das (Handy-)Bild zeigt ein Stillleben vom Esstisch, der fast überläuft vor lauter Lebensmitteln; Salate, Früchte, Saucen, Saat und Nüssen.

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