Donnerstag, 07.07.2016

  • Schon den ganzen Tag ist die Verabschiedung des neuen Gesetzes zum Sexualstrafrecht immer wieder Thema bei Deutschlandradio Kultur. Wenn ich den Fachleuten, die dort zu Wort kommen, zuhöre fällt es mir schwer zu verstehen, warum dieses Gesetz zum einen überhaupt und zum anderen vor der Anhörung bzw. der Empfehlung der extra eingesetzten Expertenrunde verabschiedet wird.
    Zum Nachlesen/-hören: >Interview mit Prof. Frommel< und >Interview mit Prof. Jahn<
  • Ich habe mich gefragt, wie ich zur Europäerin wurde und wie das Gute an diesem großartigen Projekt „Europa“ wieder in den Fokus gerückt werden kann. Wie der Fokus wegrückt vom Gezerre um Geld und Zugeständnisse, weg von den Schwarzmalern und Nationalisten – dafür wieder hin zum Blick auf das Einende – ohne Traditionen über Bord zu werfen -, auf Kultur, Geschichte und auf die Freiheit, die meine Generation so selbstverständlich hinnimmt, weil wir es zum Glück nicht anders kennen.
    Eine Lösung ist immer den Blick auf Bildung und Jugend zu lenken. Es ist unmöglich zu viel Geld in Bildung zu stecken – also auch in Schulen, Lehrerausbildung, Unterrichtsmaterialien, Studienfahrten. Differenziertes Denken, einen weltoffenen Blick und Nächstenliebe lernt man am besten früh, sonst wohl gar nicht.
    Dazu >Wigald Boning< und am liebsten augenzwinkernd, aber nicht ganz von der Hand zu weisen: >„Kein Wahlrecht für die Wut-Alten“< Wo sich wiederum die Frage stellt: Wie wird man im Alter zufrieden und wie können die Jungen dabei helfen?
  • In Japan habe ich gemerkt, dass gut überlegte Einkäufe das Leben leichter machen (weil der Rucksack und das Gewissen nicht schwerer werden) und so empfehle ich mit gutem Gewissen die >Kleiderhelden<, die hier jüngst eingezogen sind. In Schwaben produziert, in Schleswig-Holstein vertrieben – fair und bequem.
  • Vor kurzem war Büchermarkt in Kirchberg an der Jagst. Ein toller Markt. Mitgenommen habe ich unter anderem den „Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger. Der stand schon länger auf meiner gedanklichen „Sollte ich wohl gelesen haben“-Liste und hier fiel er mir nun in die Hände. Überrascht stellte ich fest, dass das Buch sich zum einen viel leichter lesen lässt als erwartet und zum anderen wie wenig Aktualität es trotz seiner 65 Jahre eingebüßt hat. Ich hatte schwere, eher langweilige Kost erwartet und lernte einen jugendlichen Holden Caulfield kennen, der wie so viele in dem Alter auf der Suche ist.
    Eine Verfilmung wird es übrigens erst dann geben, wenn Salingers Familie mal „in finanzielle Not“ geraten sollte. Er selbst hat sich bis zu seinem Tod 2010 stets gegen eine filmische Adaption gewehrt (Quelle: Wikipedia).
  • Aktuell lese ich Roger Willemsens „Das Hohe Haus“ über sein Jahr als Beobachter des Deutschen Bundestags. Als dieser hat er natürlich auch das Haus selbst im Blick und ich wurde an die Kunst im Bundestag erinnert. Dank der >Seite des Deutschen Bundestages< wurde mir dann auch klar, was die Bilder von Baselitz darstellen, die ich bei Besuchen schon gesehen, aber nie erklärt bekommen hatte.
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